DJ NEWS

Track-Energy: Warum BPM nicht alles ist!

· Bernhard Hoven

Track-Energy: Warum BPM nicht alles ist!

Viele DJs orientieren sich beim Aufbau eines Sets stark an der BPM-Zahl. Die verbreitete Annahme: Je höher das Tempo, desto mehr Energie auf der Tanzfläche. Genau dieses Denken stellt ein aktueller Beitrag von Digital DJ Tips jetzt infrage. Im Mittelpunkt steht dabei eine Lektion von Laidback Luke, in der er zeigt, dass Tempo und Energie eben nicht automatisch dasselbe sind.

Anhand mehrerer Tracks mit 110, 128 und 150 BPM macht Luke deutlich, dass ein Song mit höherem Tempo nicht zwangsläufig druckvoller oder intensiver wirken muss. Entscheidend ist vielmehr, wie ein Track programmiert ist. Also, wie dicht die Elemente gesetzt sind, wie viel Raum zwischen Drums, Melodien und anderen Sounds bleibt und wie kompakt das Gesamtbild wirkt. Ein schneller Track kann dadurch überraschend luftig und entspannt klingen, während ein langsamerer Song deutlich mehr Druck erzeugt.

Wenig Energie trotz hohem BpMHohe Energie trotz wenig BpM

Spannend ist dabei auch der Hinweis auf die Wellenform. Laut Luke lässt sich die Energie eines Tracks oft schon optisch erkennen. Dichtere und breitere Waveforms deuten häufig auf mehr Intensität hin, unabhängig von der eigentlichen BPM-Zahl. Für DJs bedeutet das: Wer nur auf Zahlen schaut, verschenkt Potenzial beim Setaufbau.

Wichtig auch für open Format DJs

Gerade für Open Format DJs, Hochzeits DJs und alle, die genreübergreifend spielen, ist dieser Gedanke besonders wertvoll. Denn ein guter Spannungsbogen entsteht nicht nur durch immer schneller werdende Tracks. Viel wichtiger ist das Gespür dafür, wie ein Song auf das Publikum wirkt. So lassen sich auch Tempowechsel zwischen unterschiedlichen Genres sauber und musikalisch sinnvoll einsetzen, ohne dass die Energie auf der Tanzfläche verloren geht. Diese Herangehensweise beschreibt Digital DJ Tips als einen bewussteren und musikalisch reiferen Umgang mit Setplanung und Crowd Journey.

Für die Praxis heißt das: BPM bleiben natürlich ein wichtiges Werkzeug, sollten aber nie das einzige Kriterium bei der Trackauswahl sein. Wer Energie, Dichte, Groove und Raumgefühl stärker mitdenkt, kann abwechslungsreichere Sets spielen und sein Publikum deutlich gezielter steuern.

Themen

Weiterführende Beiträge

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreib den ersten!

Kommentar schreiben

Als Mitglied anmelden

Gast-Kommentare erscheinen nach Bestätigung und Prüfung durch die Redaktion.

Mehr aus Blog

50 Jahre ABBA „Dancing Queen“Blog

Musik

50 Jahre ABBA „Dancing Queen“

ABBA feiern 50 Jahre „Dancing Queen“ mit exklusiver 10″ Vinyl-Neuauflage Egal ob 50 oder „young and sweet, only seventeen“ – „Dancing Queen“ von ABBA gehört zu den größten und...

· Lutz Scheffler

Raus aus der SchmuddeleckeBlog

Branche

Raus aus der Schmuddelecke

Was das neue Club-Gesetz für dein DJ-Leben bedeutet Wir alle kennen das Szenario: Du hast gerade die Crowd im Griff, der Bass pumpt, die Stimmung ist magisch – und im Hinterkopf...

· Lutz Scheffler

Mehr Gigs über ChatGPTBlog

Branche · Business

Mehr Gigs über ChatGPT

So revolutioniert die neue App deine Kundenakquise Die Art und Weise, wie Brautpaare, Geburtstagskinder und Event-Planer nach dem perfekten DJ für ihre Feier suchen, verändert...

· Lutz Scheffler