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Neue DJ / DAW Software von deadmau5 in Public-Beta

· Oliver Lieder

EU-Kennzeichen: KI-BeteiligungMit KI-Unterstützung erstellt
DJ-Software mit zwei Decks, Mixer, Equalizer und Playlist-Management in dunklem Interface

Der kanadische Produzent und DJ deadmau5 (Joel Thomas Zimmerman) hat seine neue Performance-Software AUTO/PILOT Anfang August 2026 als kostenpflichtige Public Beta veröffentlicht. Die Plattform für Windows und macOS verbindet klassische DJ-Decks mit Sequencing, Automation, Effekten und Sampling in einer Umgebung und richtet sich damit ausdrücklich auch an hybride Live-Setups. Der Vertrieb läuft über die offizielle OSC/PILOT-Website, der Preis liegt bei 44,95 Euro beziehungsweise 50 US-Dollar.

Von OSC/PILOT zur eigenen DJ-Plattform

AUTO/PILOT ist nicht das erste Software-Projekt des mau5trap-Betreibers. Mit OSC/PILOT hatte deadmau5 zuvor ein Werkzeug zur Steuerung von OSC-Daten aus DAWs entwickelt, das um frei konfigurierbare MIDI- und OSC-Oberflächen aufgebaut war (EDMTunes). AUTO/PILOT rückt nun die DJ-Performance selbst ins Zentrum, statt nur Steueroberfläche für andere Anwendungen zu sein. Vorgestellt hatte deadmau5 die Software bereits im Mai 2026 in einem rund 90-minütigen Demonstrationsvideo. Vor der Public Beta lief eine mehrwöchige Alpha- und eine ebenfalls kostenpflichtige geschlossene Betaphase (Engine DJ Community).

DAW-Software zeigt Deck-Ansicht mit vier Mixern, Presets und umfangreiche Musik-Bibliothek mit Metadaten

Funktionsumfang

Die Software unterscheidet mindestens zwei Arbeitsbereiche: einen Perform-Modus für die Live-Wiedergabe und einen Edit-Modus zum Erstellen und Bearbeiten kompletter Sets (FAZEmag). Sets lassen sich in einer Timeline arrangieren und editieren. Zur Ausstattung zählen automatische BPM-Erkennung, Grid-Editing und die Verwaltung von Cue-Punkten, dazu nahtloses Überspringen von Track-Abschnitten, Pitch- und Time-Stretching sowie der Import bestehender Bibliotheken über XML-Collections. Ableton Link ist für MIDI-Clock und Audio-Routing integriert, laut Angaben im Engine-DJ-Forum stehen 16 Cues pro Track und eine vollständige MIDI-/OSC-Zuweisbarkeit zur Verfügung.

Externe Plug-ins lassen sich einbinden, um laufende Tracks während der Performance in Echtzeit zu verändern und neu zu arrangieren. Entwickelt wurde AUTO/PILOT gemeinsam mit Steve Duda, bekannt als Entwickler des Synthesizer-Plug-ins Serum. Duda steuerte die Algorithmen zur automatischen Erkennung von Tempo und Beatgrid bei.

DJ-Software mit Wellenformen, vier Kanäle mit Filtern, Mixer-Fader und Musikbibliothek mit Tracklisten


Verfügbarkeit und offene Punkte

Eine kostenlose Testversion gibt es nicht, die Software muss gekauft werden. Laut EDMTunes ist der Kauf während der Beta-Phase nicht erstattungsfähig. Genaue Systemanforderungen wurden bislang nicht veröffentlicht, ein Termin für die finale Version steht ebenfalls noch nicht fest.

Für die Veranstaltungsbranche ist vor allem die MIDI- und OSC-Anbindung relevant: Sie soll die Kommunikation mit externen Visualizern und Show-Control-Systemen ermöglichen (Midnight Rebels). Wie die Software im Verhältnis zu etablierten Programmen einzuordnen ist, wird unterschiedlich bewertet: Während einige Berichte AUTO/PILOT als möglichen Herausforderer für Rekordbox und Traktor sehen, stuft der DJ.Software Blog die Anwendung eher als Konzeptprojekt für eine technikaffine Zielgruppe ein.

Arrangement-Ansicht der DAW-Software mit mehrspurigen Audio-Clips farbcodiert und Playlist darunter


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