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Der 2000er-Club-Blaupause neues Leben eingehaucht: Nelly Furtados „Loose“ feiert 20-jähriges Jubiläum

· Lutz Scheffler

Der 2000er-Club-Blaupause neues Leben eingehaucht: Nelly Furtados „Loose“ feiert 20-jähriges Jubiläum

Von zeitlosen Mainstage-Hymnen bis zu verstaubten Archiv-Perlen: Warum das Re-Release der Timbaland-Kollabo ein absoluter Pflichttermin für den USB-Stick ist.

Wer in den Nullerjahren hinter den Decks stand – oder heute wieder Peak-Time-Sets mit 2000er-Vibes beschallt –, kommt an einem Meilenstein schlichtweg nicht vorbei: 2006 droppte Nelly Furtado ihr drittes Studioalbum Loose und definierte im Handumdrehen um, wie ein Crossover aus Pop, Urban Beat-Kultur und elektronischer Club-DNA zu klingen hat. Zum 20. Geburtstag bekommt die Legende nun ein massives Upgrade verpasst.

Als Timbaland den Urban-Pop in den Club katapultierte

Rückblick ins Jahr 2006: Popmusik war zu diesem Zeitpunkt in vielen Bereichen starr durchorganisiert. Doch Furtado schloss sich im Studio mit Star-Produzent Timbaland zusammen und sprengte Genregrenzen auf, bevor der Begriff "Crossover" überhaupt im Mainstream etabliert war. Loose war eine explosive Mischung aus treibenden House-Bässen, wuchtigen R&B-Grooves, Latin-Synthesizern, Reggaeton-Flavours und kompromissloser Electro-Energie.

Das Resultat war ein weltweites Beben: Über 10 Millionen verkaufte Einheiten und Banger wie „Promiscuous“, „Maneater“ oder „Say It Right“, die bis heute zur absoluten Grundausstattung in jeder DJ-Library gehören.

28 Tracks für den DJ-Folder: Unveröffentlichte Session-Schätze & Unheard Demos

Am 4. September droppt die digitale Loose (20th Anniversary Deluxe Edition). Wer befürchtet hat, hier nur ein laues Re-Mastering vorgesetzt zu bekommen, wird überrascht sein: Furtado packt satte 10 Bonustracks auf das 28 Songs starke Paket.

Neben den Originalen erwarten uns drei nie veröffentlichte Schätze direkt aus den legendären 2006er Studio-Sessions sowie zwei brandneue Tracks aus 2024. Obendrauf serviert sie vier komplett neue Re-Interpretationen und eine streng gehütete Demo-Aufnahme. Furtado hält die genaue Tracklist bewusst mysteriös – in der Vorschau firmieren die Titel aktuell noch geheimnisvoll unter Arbeitsnamens-Platzhaltern.

Erster Vorgeschmack: „Maneater (RITUAL Version)“

Vergesst die gewohnte Synthie-Wand des Originals! In einer elfstündigen Improvisations-Session spielte Furtado gemeinsam mit dem Pianisten Adam Tendler eine radikal reduzierte Fassung ein – One-Take, pur und ungefiltert. Ein faszinierender Blick auf die rohe Emotionalität des Songwritings.

Warum das Re-Release genau jetzt den Zeitgeist trifft

Dass dieser Klassiker neu aufgelegt wird, ist kein Zufall, sondern perfektes Timing. Die Soundästhetik der 2000er erlebt seit geraumer Zeit eine massive Renaissance auf den Dancefloors weltweit. Techno- und Tech-House-Größen schrauben ununterbrochen an neuen Tools für ihre Sets: Allein im letzten Jahr lieferten Acts wie Deborah De Luca, die Adana Twins, Rinzen oder Nala frische, clubtaugliche Reworks und Bootlegs der Furtado-Hymnen ab.

Editorial Feedback & DJ-Takeaway

Für uns DJs ist die 20th Anniversary Edition extrem spannend: Wenn am 4. September die unveröffentlichten 2006er-Tracks und exklusiven Demos freigeschaltet werden, dürfte der eine oder andere bisher unentdeckte Rhythmus-Schatz dabei sein, der sich perfekt als Sample-Futter oder Edits-Grundlage für kommende Sets eignet. Folder schon mal vormerken!

Fotos: Copryright Universal Music

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